Modell-Gewächshaus selber bauen

Eine schönes Detail auf einer LGB Anlage kann ein Modell-Gewächshaus sein. Ich habe als Fingerübung aus „Resten“ ein kleines Anlehngewächshaus gebaut. Anlehngewächshäuser werden genutzt, wenn ein Gewächshaus direkt an eine Mauer gebaut werden kann. Vorteile (im richtigen Leben) hat das sowohl in energetischer Hinsicht alsauch im Platzbedarf.

Material:
  • Körbchen in denen Physalis verkauf werden
  • klare Folie (z.B. aus einer Mon Cherie Packung)
  • Modellkleber
  • Deko
Arbeistschritte

Vom Körbchen wird eine komplette Seite und von den angrenzenden jeweils die Hälfte benötigt. Der „Rest“, also Boden und die anderen Halbseiten werden mit einem Skalpell (oder Kuttermesser) sauber in einem Stück abgeschnitten.

Dieser Rest wird nun im zweiten Schritt gebraucht: Aus der unversehrten Seitenwand wird das Dach werden. Sie wird auf die Länge einer halben Seite gekürzt. Der Boden und die Restseiten ebenfalls. Die Seitenwand läßt sich nun als Dach auf das zuerst ausgeschnittene Stück legen, wenn alles paßt: sauber verkleben. Ich habe dazu einen Modellkleber benutzt, der den Kunststoff aufweicht, dadurch lassen sich die leich angerundeten Streben gut verbinden.

Wenn alles getrocknet ist, werden aus der Folie die Flächen für Dach, die Seiten und die Front herausgeschnitten und ebenfall sauber verklebt.

Modell-Gewächshaus
Zum besseren Verkleben habe ich kleine Stege stehen lassen auf der rechten Seite gut zu erkennen), die später auf der Anlage bei diesem Modell-Gewächshaus nicht mehr auffallen. Schön wäre eine Tür, doch die hatte ich beim Bauen vergessen.

Das Gewächshaus kann dann seinen Platz sowohl an einem richtigen Gebäude, einer Wand oder auch an einem Prospektbau finden, wie unserem Jonsdorfer Bahnhof.

Bekohlungsanlage (Pola)

BekohlungsanlageDampfloks brauchen Kohle. Nun endlich gibt es auf unserer Anlage auch eine Bekohlungsanlage. Grundlage ist der Pola Bausatz. Der Zusammenbau ist nicht kompliziert, allerdings sieht das Modell dann etwas zu sauber aus…

Bekohlungsanlage LGB
Zunächst werden alle Teile entgratet, ein Skalpell eigent sich dafür sehr gut. Ärgerlich ist der Gußabdruck auf der Oberseite der Bodenplatte (weißer Fleck) Die Stelle muss später auf alle Fälle bearbeitet werden.
1:22,5 Bekohlungsanlage
Links im Bild ist der kleine Kohlenhaufen zu sehen, der die Reste der Gussnase verdeckt. Die Schienen sind mit Rostfarbe vorgestrichen (vgl.. Artikel Ein Geländer entsteht) Der Boden des Kranturmes benötigt ein Loch, durch welches später Kabel für die Beleuchtung geführt werden können.
Ebenfalls mit Rostfarbe werden die beiden Loren behandelt.

 

Bekohlungsanlage Pola
Die einzelnen Kammern werden durch Wände getrennt. Zum Ankleben habe ich sie fixiert, damit sie wirklich gerade stehen.
Kleinbekohlungsanlage g-scale
Das Fundament des Kranes wird zusammengeklebt, die Scharniere sollen ebenfalls rostig werden.
Kleinbekohlungsanlage LGB
Die Deckenplatte erhält eine Bohrung, in die ein Alusrohr als Führung geklebt wird (Heißklebepistole). Bei der Bodenplatte des Kranes wird der Zapfen entfernt und ebenfalls ein Loch gebohrt, durch welches ein etwas dünneres Alu-Rohr geführt wird. Durch das Rohr kann dann der Draht für die Beleuchtung gezogen werden. So ist der Kran weiter drehbar und erhält Beleuchtung.
Bekohlungsanlage LGB
Der Kranfahrerstand wird entsprechend der Anleitung gebaut und verklebt. Das Dach ist nur aufgesetzt. Die Kette wurde auch künstlich gealtert.
Kleinbekohlungsanlage g-scale
das Häuschen erhält innen und außen jeweils eine gelbe LED als Beleuchtung. Die LEDs sind hinter einer Konstantstromquelle in Reihe geschaltet. Der lampenschirm ist eine kleine Unterlegscheibe.

 

Auch der Ausleger des Kranes wurde künstlich „verrostet“. Der gesamte Boden ist ungleichmäßig schwarz.
Die Bohlen sind ebenfalls schwarz „verdreckt“ worden. Die mitgelieferte Kohle reicht nicht, um die einzelnen Schläge aufzufüllen. Ich habe die Kohlehaufen deswegen mit scharz gefärbten Korkkrümeln „unterfüttert“.

Die Bekohlungsanlage kann ihre Arbeit aufnehmen; jetzt muss sie nur noch landschaftlich eingebunden werden.
1/22,5/G Small Coaling Station
Die Landschaft erhält in bewährter Weise einen Unterbau aus Pappmaché: Tapetenkleister und Zeitungsschnipsel

1/22,5/G Small Coaling Station

Small Coaling Station
Die getrocknete Masse wird schwarz (dort wo viel Kohlendreck ist) und braun mit mattglänzendem Lack (Wasserbasis) gestrichen; sobald das getrocknet ist, wird es mit Holzleim bestrichen. Übrigens sieht der Arbeiter nun auch nach Arbeit aus.
1/22,5/G Small Coaling Station
Auf den feuchten Holzleim wird getrockneter Kaffeesatz bzw. Sand gesiebt.
1/22,5/G
Der trockne sand- bzw Kaffeesatz-Untergrund wird erneut mit verdünntem Holzleim bestrichen und dann mit Gras „bepflanzt“. Die Gleise werden geschottert (z.T. schwarz eingefärbter Kork) und der Kohledreck bis an die Schiene gebracht. Der Kaffeesatz klebt auf einem Untergrund aus Pappmaché bzw. Kork.
LGB Anlage
Fertig!
Gartenbahn
Kohlearbeiter auf der Gartenbahn
1/22,5/G Small Coaling Station

rauchender Schornstein

Mit Dampfgeneratoren können Lokomotiven, Grille und Schornsteine rauchen. Einen anderen Weg bin ich bei einem Gebäude gegangen. Hier raucht eine Räucherkerze.

Aus Keramik habe ich diesen Kamin getöpfert. Man kann auch Gips o.ä. verwenden; das Material sollte feuerfest und hitzebeständig sein!
Das Dach des Hauses läßt sich in einem Stück abnehmen. Im Haus, das Zimmer enthält, wird der Kamin auf ein kleines Holzpodest gestellt. Er befindet sich dann direkt unter dem Schornstein des Hausdaches.
Der Kamin schließt nicht (!) mit dem Dach ab. Das ist aus thermischen Gründen nötig! Dadurch verfärbt sich das Innere des Hauses allerdings allmählich in eine Räucherhöhle.
Bei dieser Konstruktion ist die Temperatur im Kamin nicht höher als 42°C. In einer früheren Version hatte ich den Kamin direkt mit dem Schornstein verbunden. Die Temperaturen waren dabei zu hoch, so dass sich der Schornstein leicht deformiert hat.

Telefonzelle Pola 331745 als Büchertisch

Unsere Anlage soll die Gegenwart bei einer historischen Bahn, wie der Zittauer Schmalspurbahn, darstellen. Da ist eine Telefonzelle nicht mehr so richtig zeitgemäß. In der Reallität findet man sie fast gar nicht mehr.

Aber dort wo sie noch im Stadtbild zu finden sind, werden sie gelegentlich umfunktioniert. So auch bei uns. In der Telefonzelle ist eine tauschbörse für Bücher untergebracht.

Die Rückwand der Telefonzelle wurde leer gelassen, also ohne Telefon und Ablage.
Aus dünnen Leisten wurde ein kleines Holzregal gebastelt. bevor das alles zusammengesetzt wurde, wurde in der Rückwand Draht für eine Beleuchtung verlegt.
Die „Bücher“ sind aus Wellpappe so geklebt, dass der Eindruck von Seiten entsteht und mit ausgedruckten Covern beklebt.
Außerdem sind auf die selbe Weise „Taschenbücher“ entstanden, deren Cover aus Isolierband besteht.
Die Telefonzelle ist beleuchtet, dazu ist eine Diode im Dach verbaut.

Forsthaus Pola 331715

Im Dezember 2019 kam ein weiteres Gebäude zur Anlage: ein Forsthaus. Das muss natürlich im Wald stehen, deswegen zog der „Bauernhof“ um.

Forsthaus Pola 331715
Vor der Montage habe ich auf der Innenseite Frabproben für die Faschen der Fenster angelegt.
Forsthaus Pola 331715
Wir haben uns für den Grauton entschieden.
Forsthaus Pola 331715
Mit dem Verkleben der Holzverkleidung ist das Haus äußerlich fast fertig.
Forsthaus Pola 331715
Damit man das Dach später abnehmen kann, ist es nicht an den Wänden verklebt. Zur Stabilisierung dient eine alte Doppelkopfpackung. Dort könnte später auch eine Lampe untergebracht werden. Verklebt wurden die dachhälften mit normalem Kunststoff-Bastelkleber. Zur Stabilisierung und zur Befestigung der Doppelkopfpackung wurde eine Heißklebepistole genutzt.
Auch diverse Kleinigkeiten sind farblich zu bearbeiten.
Forsthaus Pola 331715
Beim Beil in der Wand musste ich vorsichtig ein Stück abschneiden, alles hat einen Rostanstrich bekommen.
Forsthaus Pola 331715
Um „echte“ Räume im Haus zu haben, müssen Wände und eine Halterrung für die Zimmerdecke eingebaut werden. Für letzteres eignen sich die astäbe von Silversterraketen hervorragend!
Forsthaus Pola 331715
Die Rückwand wird aus einem echten Foto gestaltet. Das nutze ich öfter zum Einrichten von Räumen.
Forsthaus Pola 331715
Später wird man mal in „meinem“ Zimmer sitzen und Doppelkopf spielen können.
Die Bodenplatte des Forsthauses. Durch sie müssen auch die kabel für die Beleuchtung geführt werden. In diesem Fall LED mit 3,4V. Der Schuppen ist vom „Bauernhof“ geblieben.
Forsthaus Pola 331715
Die Zimmerdecke mit Griff zum Hochheben. Sie liegt auf den eingeklebten Stäben auf.
Das Haus ist fertig; jetzt fehlt noch die Landschaft.
Wichtigestes Baumittel: Tapetenkleister und alte Zeitungen.
Das Gelände wird modelliert.
Das „alte“ Haus bekommt einen neuen Platz.
Eine neue Bodenplatte.
Nun kommt Farbe ins Spiel.

Über der Farbe ist mit Holzleim ein Kaffeesatz-Sand-Gemisch geklebt. darauf habe ich Gras „gepflanzt“.
Das Forsthaus braucht auch Wald; dafür habe ich wieder einige Bäume gebastelt. Die Tanne hat einen Stamm aus Wein & Erika-Blättern.

Fertig!

Und nun noch ein paar weitere Detailaufnahmen:

Bahnhof Jonsdorf Prospektbau

Am Rande einer Anlage kann es aus Platzgründen sinnvoll sein, keine kompletten Gebäude sondern nur die Prospekte aufzustellen. So bin ich mit dem Bahnhof Jonsdorf der Zittauer Schmalspurbahn umgegangen. Mit kleinen Kniffen kann dennoch ein 3-D Effekt erreicht werden.

Am Anfang steht ein gutes Foto des Bahnhofes. Am PC habe ich das Bild anhand einer Vergleichsgröße (z.B. Tür) das Bild auf den Maßstab 1:22,5 berechnet und (auf mehrere Blätter) ausgedruckt.
Der Ausdruck wurde auf Pappe geklebt. Die Fenster wurden ausgeschnitten, durch Fenster aus einem Pola-Bausatz ersetzt und mit Folie „verglast“.
Einzelne Fenster wurden hinterleuchtet; im ersten Stock auch ein richtiger Raum eingerichtet. Dazu diente ein alter, wertiger Pappkarton.
Der Raum wird eingerichtet, die Rückseite (= Deckel) muss natürlich auch gestaltet werden.
Zum Hintergrund gehört auch das verkleinerte Foto eines Bücheregales. Das wurde mit gerigem Abstand (Streichholz) vor die Rückwand geklebt.
Im Raum sind auch eine Person, eine Zimmerpflanze und eine halb geöffnete Tür. Natürlich auch eine funktionierende Beleuchtung. Das Regal steht übrigens rechts. Die Eckuhr, die sich im Orginal am Gebäude befindet (vgl. das oberste Bild), wurde durch eine ebenfalls beleuchtete Modell-Bahnhofsuhr ersetzt.
Der Bahnhof steht in einer Ecke. Dahinter ist mit etwa 30 cm Abstand ein Landschaftsfoto. Es ist in der Zimmerecke gebogen. Durch den Abstand zwischen Haus und Hintergrund einerseits, aber auch durch das „echte“ Zimmer entsteht ein 3D Effekt: sobald man sich bewegt ändern sich die Perspektiven.